Abenteuer Europa 

47 Berge, 47 Länder, 470 Tage

Ulla Lohmann und Basti Hofmann, die Südseespezialisten, begeben sich auf Entdeckungsreise vor der eigenen Haustüre und besteigen die jeweils höchsten Berge jedes europäischen Landes.

Nicht nur eine spannende Expedition, um auf die Zerstörung der fragilen Bergwelt aufmerksam zu machen, sondern auch eine aufregende Reise zu dem wohl größten Abenteuer des Lebens….

Niederlande: Vaalser Berg (322,4 m)

 

Ich bin schwanger! Noch weniger als 2 Monate und dann sind wir zu dritt … das war alles nicht so geplant, denn eigentlich wollten wir jetzt mit unserem Projekt loslegen und am liebsten schon auf dem Elbrus, mit 5.642 Metern höchster Punkt Europas, stehen.

Routenplaner Basti und der Vernünftigere von uns beiden beschliesst, mit den niedrigsten hohen Bergen Europas zu beginnen und so besteigen wir den Vaalser Berg. Besteigen? Wohl eher „befahren“…..

Belgien: Botrange (694,24 m)

Eigentlich misst der Berg 700 Meter, denn die Belgier haben einen Hügel aufgeschüttet und eine Steinpyramide darauf gestellt, damit der höchsten Punkt ein wenig höher ist.

Noch höher ist der neue Funkturm mit Parabolantennen, die den Datentransfer zwischen der Frankfurter Börse und der Londoner Börse in Echtzeit erlauben. Was wohl passieren würde, wenn man hier seine Drohe steigen läßt?

Luxemburg: Hügel Kneiff (560,08 m) 

Zufahrt: Mitten im Nirgendwo auf einen Feldweg abbiegen, gefühlt 20 Höhenmeter bergauf fahren, parken und ungefähr 20 Meter über eine Kuhwiese durch den frisch gestreuten Mist laufen.

Der höchste Berg Luxemburgs ist äußerst unspektakulär.

Kein Wunder, dass die Luxemburger sich für den Berg zu schämen scheinen und fälschlicherweise oft einen anderen als den höchsten Punkt des Landes angeben….

Monaco: Nicht benannt (164 m)

Das Fürstentum ist mit 20 000 Einwohnern pro Quadratkilometer das am dichtesten besiedelte Land der Erde.

Die Hälfte der Einwohner gelten als Millionäre. Das muss man auch sein- bei den Grundstückspreisen! Ein Quadratmeter kostet durchschnittlich 50 000 Euro und macht Monaco zum teuersten Ort weltweit.

Aber für einen Bergnamen – oder gar ein Schild, um auf den höchsten Punkt des Landes hinzuweisen, hat es nicht gereicht. Wir suchen und suchen….

Vatikan: Vatikanischer Hügel (75 m)

Wer glaubt, unser Projekt hat etwas mit heroischem Alpinismus zu tun, der wird spätestens im Vatikan eines Besseren belehrt.

Im kleinsten Staat der Welt ist die wohl größte Schlange der Welt und wir müssen stundenlang in der prallen Sonne anstehen, um überhaupt auf die Kuppel vom Petersdom zu gelangen, dem höchsten Punkt des Vatikan.

Übrigens, es ist das Land mit der höchsten Kriminalitätsrate der Welt- aber das Gefängnis bietet nur zwei Personen Platz.

San Marino: Monte Titano (739 m)

Endlich ein Berg nach unserem Geschmack! Hier gibt es ein Klettergebiet und wir können auf den höchsten Punkt der ältesten Republik der Welt klettern- die richtige Belohnung nach dem Aufstieg durch die gleichnamige Stadt mit knapp 4000 Einwohnern und zwei Millionen Besuchern im Jahr.

Übrigens, auf jeweils 4 Bewohner San Marinos kommt ein Geschäft- genau das richtige für mich, da ich nichts so sehr liebe wie einkaufen…  😉